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Narbenwissen

Narbenkontraktur und ihre funktionellen Auswirkungen

Fachärztlich geprüfte Patienteninformation

Narbenkontraktur und ihre funktionellen Auswirkungen

Eine Narbenkontraktur bezeichnet Narbengewebe, das sich nach der Wundheilung bildet und sich allmählich zusammenzieht, verhärtet und verkürzt. Dabei zieht es an der umgebenden Haut, an Gelenken, Sehnen, Schleimhäuten und anderen Strukturen und führt zu lokaler Verformung, eingeschränkter Beweglichkeit oder Funktionsstörungen.

Gewöhnliche Narben beeinträchtigen vor allem das Aussehen, etwa durch eine dunklere Farbe, lokale Verhärtung oder eine unebene Oberfläche. Die Auswirkungen einer Narbenkontraktur gehen tiefer: Sie verändert die Länge von Haut und Weichteilen. In leichten Fällen verursacht sie nur Spannungsgefühl und Unbehagen; in schweren Fällen kann sie alltägliche Bewegungen wie das Anheben des Arms, das Strecken der Finger, das Drehen des Kopfes, das Schließen der Augen, das Öffnen des Mundes oder das Gehen beeinträchtigen.

Narben Können Sich Zusammenziehen

Nach einer Hautverletzung setzt der Körper eine Reparaturreaktion in Gang. In der frühen Phase braucht die Wunde Blutstillung und Schutz vor Infektionen. Danach wandern Fibroblasten in die Wunde ein und bilden Kollagen sowie extrazelluläre Matrix, um den geschädigten Bereich aufzufüllen. Dieser Prozess ermöglicht den Wundverschluss und lässt die Wundfläche allmählich kleiner werden.

Die Wundkontraktion selbst ist ein Teil der Heilung. Wenn die Wundfläche kleiner wird, muss der Körper eine geringere Fläche reparieren, und die Heilung beschleunigt sich. Wenn die Kontraktion jedoch zu stark ist, zu lange anhält oder die Wunde an einem Gelenk oder in einem beweglichen Bereich liegt, kann sie Probleme verursachen.

Das Kollagen im Narbengewebe ist meist dichter angeordnet und weniger elastisch. Myofibroblasten in manchen Narben können eine Art „Anspannungskraft“ erzeugen, durch die sich die Narbe allmählich verkürzt. Mit der Zeit kann die Narbe wie ein verhärtetes, verkürztes Band werden, das die umgebende Haut und die Weichteile in dieselbe Richtung zieht. So entsteht eine Narbenkontraktur.

Manche Wunden Entwickeln Eher Eine Narbenkontraktur

Tiefe Verbrennungen und Verbrühungen führen am häufigsten zu Narbenkontrakturen. Verbrennungswunden sind oft großflächig, tief und heilen langsam; dadurch sind Kollageneinlagerung und Narbenkontraktion stärker ausgeprägt. Besonders hoch ist das Kontrakturrisiko, wenn die Wunde in beweglichen Bereichen wie Hals, Achselhöhle, Ellenbeuge, Fingern, Kniekehle oder Sprunggelenk liegt.

Auch großflächige Hautdefekte neigen zu Kontrakturen. Traumata, Abrissverletzungen, Hautnekrosen nach Infektionen und größere Wunden nach operativer Entfernung können wegen unzureichenden Reparaturgewebes zu deutlicher Kontraktion führen.

Je länger die Wundheilung dauert, desto höher ist das Risiko einer Narbenkontraktur. Wenn eine Wunde lange nicht heilt, besteht die lokale Entzündung wiederholt fort, Fibroblasten bleiben dauerhaft aktiv, die Kollageneinlagerung nimmt zu, und später bilden sich leichter dicke, harte und gespannte Narben.

Auch Wunden im Bereich von Gelenken müssen ernst genommen werden. Wenn eine Wunde zum Beispiel ein Fingergelenk, Handgelenk, Ellenbogengelenk, Kniegelenk oder einen beweglichen Bereich des Halses überquert, kann selbst bei kleiner Wundfläche die Richtung der Narbe mit der Bewegungsrichtung des Gelenks kollidieren und die lokale Beweglichkeit allmählich einschränken.

Frühe Anzeichen Einer Narbenkontraktur

Eine frühe Narbenkontraktur beginnt häufig mit einem Gefühl von „Spannung“. Betroffene spüren, dass die Haut um die Wunde hart und gespannt ist, mit einem deutlichen Zuggefühl bei Bewegung. Zum Beispiel kann die Achselhöhle beim Anheben des Arms spannen, oder der Hals kann beim Senken oder Heben des Kopfes spannen.

Mit der Reifung der Narbe können lokal folgende Veränderungen auftreten:

Die Narbe kann rötlich oder dunkelrot sein und eine harte, verdickte Beschaffenheit annehmen; die Hautelastizität nimmt ab, und die Haut lässt sich beim Drücken nicht leicht verschieben; bei Bewegung bis zu einem bestimmten Winkel entsteht ein deutliches Zuggefühl; der Bewegungsumfang eines Gelenks wird immer kleiner; Hautfalten, schwimmhautartige Zugstränge oder linienförmige harte Stränge werden allmählich deutlicher; lokal können Juckreiz, Schmerzen, stechende Schmerzen oder wiederholtes Aufbrechen der Haut hinzukommen.

Wenn eine frühe Kontraktur rechtzeitig behandelt wird, besteht meist noch ein gutes Verbesserungspotenzial. Wenn auch Gelenke, Sehnen, Bänder und tiefere Weichteile betroffen sind, wird die Behandlung deutlich schwieriger.

Auswirkungen Auf Physiologische Funktionen

Die funktionellen Auswirkungen einer Narbenkontraktur hängen meist mit Lage, Ausdehnung, Tiefe und Zugrichtung zusammen. Narben in beweglichen Körperbereichen verursachen eher tatsächliche Funktionsstörungen.

Wenn eine Narbe nur an einer flachen Stelle des Rumpfes liegt und klein ist, äußert sie sich möglicherweise vor allem durch Spannungsgefühl und ästhetische Probleme. Wenn die Narbe jedoch ein Gelenk, eine Öffnung der Sinnesorgane im Gesicht oder einen wichtigen Bewegungsbereich überquert, kann schon eine leichte Kontraktion deutliche Auswirkungen haben.

Ob die Funktion beeinträchtigt ist, lässt sich anhand von drei Aspekten beurteilen:

Hat der Bewegungsumfang abgenommen? Zum Beispiel können die Finger nicht vollständig gestreckt werden, der Ellenbogen lässt sich nicht vollständig beugen, das Knie kann nicht vollständig gestreckt werden, die Schulter lässt sich nicht hoch anheben oder die Drehung des Halses ist eingeschränkt.

Sind Alltagsbewegungen beeinträchtigt? Zum Beispiel werden Anziehen, Gesichtwaschen, Gegenstände greifen, Schreiben, Gehen, Treppensteigen, den Mund zum Essen öffnen oder die Augen zum Schlafen schließen schwierig.

Ist die lokale Form verformt? Zum Beispiel ein Auswärtskippen des Augenlids, ein verzogener Mundwinkel, Zug am Nasenflügel, ein zum Brustkorb hingezogenes Kinn, eine Beugefehlstellung der Finger oder eine Verengung der Achselhöhle.

Sobald solche Situationen auftreten, ist die Narbe von einem ästhetischen Problem zu einem funktionellen Problem geworden, und es sollte so früh wie möglich ärztliche Hilfe gesucht werden.

Auswirkungen einer Narbenkontraktur am Hals

Der Hals ist ein Hochrisikobereich für Narbenkontrakturen. Nach Verbrennungen, Verbrühungen, Verletzungen oder Operationen können Narben an der Vorderseite des Halses allmählich schrumpfen, das Kinn zur Brust ziehen und das Nach-oben-Schauen, Kopfdrehen und Nach-unten-Schauen beeinträchtigen.

Eine schwere Halskontraktur kann dazu führen, dass Patientinnen und Patienten nicht mehr normal geradeaus schauen können, die Schlafposition eingeschränkt ist und auch Schlucken, Sprechen und Unterkieferbewegungen beeinträchtigt werden. Bei Kindern kann eine Halskontraktur außerdem die Entwicklung von Unterkiefer, Hals und Brustkorb beeinflussen.

Bei der Behandlung benötigen leichte bis mittelschwere Halsnarben Dehnübungen, Drucktherapie, Silikontherapie und ein Management mit Schienen oder Orthesen. Schwere Kontrakturen erfordern häufig eine operative Lösung, kombiniert mit Hauttransplantation, lokaler Lappenplastik oder expandierter Lappenplastik; nach der Operation sind außerdem langfristige Rehabilitation und Maßnahmen zur Vorbeugung eines Rückfalls erforderlich.

Auswirkungen einer Narbenkontraktur an der Hand

Die Hand hat eine feine Struktur, und Haut, Sehnen, Gelenke und Nerven stehen in enger Beziehung zueinander. Narbenkontrakturen der Hand können leicht feinmotorische Bewegungen wie Greifen und Schreiben beeinträchtigen.

Eine Narbenkontraktur auf der Handflächenseite kann dazu führen, dass die Finger gebeugt bleiben und sich nicht vollständig strecken lassen; eine Narbenkontraktur auf dem Handrücken kann das Faustmachen beeinträchtigen; Narben in den Fingerzwischenräumen können einen schwimmhautartigen Zug bilden und das Spreizen der Finger beeinträchtigen; eine Narbenkontraktur im ersten Zwischenfingerraum beeinträchtigt die Abspreizung des Daumens und verringert die Greiffähigkeit deutlich.

Das Behandlungsprinzip bei Handnarben lautet: Funktion hat Vorrang. Frühzeitig sollten aktive und passive Bewegungsübungen durchgeführt werden; bei Bedarf werden Schienen eingesetzt, um die Funktionsstellung zu erhalten. Bei schweren Verklebungen, eingeschränktem Sehnengleiten oder Gelenkkontraktur ist eine operative Lösung erforderlich, kombiniert mit systematischer Rehabilitation.

Auswirkungen von Kontrakturen in Achselhöhle, Ellenbogen und Knie

Eine Narbenkontraktur in der Achselhöhle beeinträchtigt die Abspreizung und das Anheben des Schultergelenks. Betroffene können den Arm möglicherweise nicht heben; Anziehen, Haare kämmen, Baden oder Duschen und das Greifen nach hoch gelegenen Gegenständen werden beeinträchtigt. Bei Kindern kann eine Achselkontraktur außerdem die Schulterentwicklung beeinflussen.

Eine Narbenkontraktur in der Ellenbeuge führt häufig dazu, dass der Ellenbogen nicht vollständig gestreckt werden kann oder die Beugung eingeschränkt ist. Wird eine eingeschränkte Haltung langfristig beibehalten, verkürzen sich auch Gelenkkapsel und Bänder allmählich adaptiv.

Eine Narbenkontraktur in der Kniekehle beeinträchtigt Stehen, Gehen und Treppensteigen. Eine langfristige Beugekontraktur des Kniegelenks verändert das Gangbild und erhöht die Belastung von Lendenwirbelsäule und gegenüberliegendem Bein. Eine Narbenkontraktur am Sprunggelenk kann eine abnorme Fußstellung verursachen und die Stabilität beim Gehen beeinträchtigen.

Bei der Behandlung dieser Bereiche liegt der Schwerpunkt frühzeitig auf Dehnung, Druck, Schienen oder Orthesen und Lagerungsmanagement. Nach Ausbildung einer deutlichen Fehlstellung sind in der Regel Narbenlösung, Hauttransplantation oder Lappenplastik erforderlich, gefolgt von langfristigem Rehabilitationstraining.

Auswirkungen einer Narbenkontraktur im Gesicht

Eine Narbenkontraktur im Gesicht beeinträchtigt nicht nur das Aussehen, sondern kann auch wichtige Funktionen beeinflussen.

Narbenkontrakturen um die Augenlider können ein Auswärtskippen des Augenlids, unvollständigen Lidschluss, Tränenfluss und eine Freilegung der Hornhaut verursachen; in schweren Fällen kann das Sehvermögen beeinträchtigt werden.

Narbenkontrakturen um den Mund können zu eingeschränkter Mundöffnung, verzogenen Mundwinkeln sowie Schwierigkeiten beim Essen und Sprechen führen.

Narben um den Nasenflügel können eine Verformung der Nasenöffnung oder eine beeinträchtigte Belüftung verursachen.

Narben am Übergang zwischen Unterkiefer und Hals können die Gesichtskontur und die Beweglichkeit des Halses beeinträchtigen.

Bei der Behandlung von Narben im Gesicht müssen Funktion und Aussehen gleichermaßen berücksichtigt werden. Eine frühe, leichte Zugwirkung kann durch Silikon, Laserbehandlung, Massage und rehabilitative Übungen verbessert werden. Deutliche Fehlstellungen erfordern in der Regel eine plastisch-chirurgische Korrektur, einschließlich Narbenlösung, lokaler Lappenplastik, Hauttransplantation, Gewebeexpansion und anderer Verfahren.

Narbenkontrakturen bei Kindern sollten möglichst früh behandelt werden

Kinder befinden sich im Wachstum und in der Entwicklung, und Narbengewebe besitzt nicht die Dehnungsfähigkeit normaler Haut. Mit der Entwicklung von Körpergröße, Gliedmaßen und Gesichtsknochen des Kindes kann die Narbe allmählich einen stärkeren Zug ausüben.

Narbenkontrakturen an Hand, Hals, Achselhöhle sowie in der Nähe von Ellenbogen- und Kniegelenken können bei Kindern Bewegungsgewohnheiten, Haltungsentwicklung und Knochenwachstum beeinträchtigen. Wenn sie über längere Zeit nicht behandelt werden, können sekundäre Fehlstellungen entstehen.

Die Narbenbehandlung bei Kindern erfordert außerdem eine dynamische Verlaufskontrolle. Auch wenn die Beeinträchtigung anfangs gering erscheint, sollten Bewegungsumfang, Gliedmaßenlänge, Gelenkstellung und Alltagsfunktion beobachtet werden. Bei Bedarf sollten Rehabilitation, Schienen- oder Orthesenmanagement oder ein operativer Eingriff frühzeitig eingeleitet werden.

Q&A zur Narbenkontraktur

Wie kann man Narbenkontrakturen vorbeugen?

Der Schlüssel zur Vorbeugung liegt darin, die frühe Phase der Wundheilung aufmerksam zu begleiten. Tiefe Verbrennungen, Wunden in Gelenknähe und großflächige Wunden sollten so früh wie möglich standardisiert behandelt werden, um die Heilungszeit möglichst zu verkürzen und Infektionen sowie entzündliche Reize zu reduzieren.

Nach dem Wundverschluss können entsprechend der ärztlichen Empfehlung Silikontherapie, Drucktherapie, zugentlastende Pflege und Sonnenschutz angewendet werden. Bei großflächigen Narben nach Verbrennungen können elastische Kleidung, Druckärmel, Druckhandschuhe, Halsstützen, Gesichtsmasken und ähnliche Hilfsmittel langfristig erforderlich sein.

Auch das Positionsmanagement ist sehr wichtig. Wunden in Gelenknähe sollten nicht über längere Zeit in einer Haltung gehalten werden, die leicht zu einer Kontraktur führt. Bei Narben in der Achselhöhle sollte zum Beispiel ein dauerhaftes Anpressen des Oberarms vermieden werden; bei Halsnarben sollte dauerhaftes Senken des Kopfes vermieden werden; bei Handnarben sollte eine dauerhafte Beugestellung der Finger vermieden werden.

Rehabilitative Übungen sollten so früh wie möglich beginnen und unter fachlicher Anleitung durchgeführt werden. Zu frühes oder zu kräftiges Training kann dazu führen, dass die Wunde wieder aufbricht; ein zu später Trainingsbeginn erhöht dagegen das Risiko einer Kontraktur.

Wie wird eine bereits aufgetretene Narbenkontraktur behandelt?

Bei Narben mit leichter Spannung und grundsätzlich normaler Beweglichkeit kann eine konservative Behandlung eingesetzt werden, einschließlich Silikon, Druck, Massage, Dehnübungen, Laserbehandlung, Radiofrequenz oder Medikamenteninjektionen. Ziel ist es, die Narbe weicher und flacher zu machen und ein weiteres Zusammenziehen zu verringern.

Bei mittelgradiger Kontraktur mit Bewegungseinschränkung, aber noch erhaltener Gelenkstruktur, müssen rehabilitative Übungen und Schienen- oder Orthesenfixierung intensiviert werden. Die Ärztin oder der Arzt kann Laserbehandlung, Injektionen und Drucktherapie kombinieren, um Dicke und Elastizität der Narbe zu verbessern.

Bei schwerer Kontraktur, deutlicher Fehlstellung, ausgeprägter Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit oder beeinträchtigter Funktion von Augenlidern oder Mundregion ist in der Regel eine Operation erforderlich. Häufige Verfahren sind Narbenlösung, Z-Plastik, lokale Lappenplastik, Hauttransplantation, Lappentransfer, Gewebeexpansion und andere. Nach der Operation sind weiterhin Drucktherapie, Schienen- oder Orthesenmanagement und rehabilitative Übungen erforderlich, um eine erneute Kontraktur zu verringern.

Warum ist nach der Operation weiterhin Rehabilitation erforderlich?

Ziel einer Operation bei Narbenkontraktur ist es, den Zug zu lösen und Hautlänge sowie Bewegungsraum des Gelenks wiederherzustellen. Die Operation behebt das strukturelle Problem; die postoperative Rehabilitation entscheidet darüber, in welchem Ausmaß die Funktion wiederhergestellt werden kann.

Wenn nach der Operation keine Dehnübungen, Drucktherapie, Schienenversorgung und funktionelle Übungen durchgeführt werden, kann die neu entstandene Wunde erneut eine Narbe bilden und sich in der ursprünglichen Richtung zusammenziehen. Patientinnen und Patienten mit bereits steifen Gelenken benötigen außerdem ein längeres Training, um den Bewegungsumfang wiederherzustellen.

Das postoperative Management umfasst in der Regel Wundpflege, narbenhemmende Behandlung, Druckkleidung oder Druckmanschetten, Ruhigstellung mit Schienen, aktive und passive Bewegungsübungen sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Bei wichtigen Bereichen wie Händen, Hals, Achselhöhlen und Knien kann die Rehabilitation mehrere Monate oder sogar länger dauern.

Wann sollte man möglichst früh ärztliche Hilfe suchen?

Wenn die Narbe nur leicht spannt und die Beweglichkeit nicht beeinträchtigt, kann man zunächst eine gute Pflege durchführen und Veränderungen beobachten.

In den folgenden Situationen wird empfohlen, möglichst früh ärztliche Hilfe zu suchen: Die Narbe wird zunehmend härter und kürzer; der Bewegungsumfang eines Gelenks nimmt ab; die Finger lassen sich nicht vollständig strecken oder das Ballen der Faust fällt schwer; das Drehen des Halses oder das Anheben des Kopfes ist eingeschränkt; eine Narbe in der Achselhöhle beeinträchtigt das Anheben des Arms; eine Narbe am Knie oder Sprunggelenk beeinträchtigt das Gehen; das Auge lässt sich nicht vollständig schließen, der Mundwinkel wird verzogen oder das Öffnen des Mundes ist erschwert; die Narbe bricht wiederholt auf und bildet Geschwüre; die Narbe eines Kindes beeinträchtigt Haltung oder Entwicklung.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine persönliche ärztliche Untersuchung.

Literatur

  1. Neue Narbenkunde, herausgegeben von Huiyuan Li, Kaihua Lu und Shuzhong Guo, Verlag der Vierten Militaermedizinischen Universitaet.